Konzerte, Vorträge, Lesungen und Multivisionen.
Veranstaltungen
Hinrich Baumann: Die HeidmarkWandel einer bäuerlichen Kulturlandschaft zum Truppenübungsplat Bergen bis 1936/1938
Hinrich Baumann, ehemaliger Bezirksvorsteher des Gemeindefreien Bezirks Osterheide, in Oerbke kennt wie kein anderer die wechselvolle Geschichte der Heidmark und des Truppenübungsplatzes Bergen. Er hat in der Vergangenheit mit Ausstellungen, Vorträgen und lnformationsfahrten über den heutigen Truppenübungsplatz Bergen mit großer Resonanz in der Bevölkerung darüber berichtet und die langjährige Forschungsarbeit in seinem Buch ,,Die Heidmark -Wandel einer Landschaft – die Geschichte des Truppenübungsplatzes Bergen“ eindrucksvoll niedergeschrieben. Hinrich Baumann wurde für sein Lebenswerk auch international mehrfach ausgezeichnet. Sein umfangreiches Buch hat sich bereits 5000mal verkauft. Seit 2013 ist die zweite Auflage mit 1000 Büchern im Buchhandel erhältlich.
Mit einzigartigen und bisher zum Teil unveröffentlichten Fotodokumenten, Plänen und Darstellungen wird dem Gast die Heidmark insbesondere bis 1938 vor Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen durch die Deutsche Wehrmacht vergegenwärtigt. Erinnerungen werden dabei auch an Landschaft, Dörfer, Höfe sowie Herrenhäuser und die Kirche Ostenholz und die Gutskapelle Wense gezeigt. Beleuchtet werden außerdem die Sehenswürdigkeiten der Heidmark, beispielsweise der Luftkurort Achterberg, die Sieben Steinhäuser und der Falkenberg, die Entwicklung des Fremdenverkehrs und die Anwesenheit der Heimatdichter von Hermann Löns und Gebrüder Freudenthal.
Mit dem Aufbau der Deutschen Wehrmacht ab 1933 durch Hitler und der Planung sowie Entscheidung über die Einrichtung des Truppenübungsplatzes Bergen begann der Wandel der Heidmark. Der Widerstand der Bauernschaften gegen die Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen war vergebens und wird beispielhaft vorgetragen, AUßerdem werden Erinnerungen von Zeitzeugen und das Schicksal von umgesiedelten Familien in Ortschaften einbezogen.
Am Schluss des Vortrages stellt Hinrich Baumann die heutigen Erinnerungen an die Heidmark vor. lnsbesondere wird auch die Umsetzung des Brammer-Hofes aus Kolk/Oberndorfmark nach Fallingbostel mit der neuen Nutzung als Gedenkstätte der Heidmark aufgezeigt.
Die Gäste dürfen sich auf einen spannenden Vortrag freuen.
Tucholsky „Ein Leben gegen den Strich“„Soltauer Lesetheater“ mit Theaterpädagogen H. Ruhkopf und E. Gros so wie die Musikpädagogin M.Großelümern
„Ein Leben gegen den Strich“ führte der Schriftsteller und Journalist
Kurt Tucholsky (1890-1935) und genauso lautet der Titel des Programms, welches die Theaterpädagogen H. Ruhkopf und E. Gros so wie die Musikpädagogin M.Großelümern auf die Kleinkunstbühne der Republik bringen. Das „Soltauer Lesetheater“ hat sich das Werk Tucholskys genau angeschaut und ein Programm zusammengestellt das einen kleinen Einblick in Tucholskys Schaffen gibt.
Verziert werden die Gedichte durch ausgewählte Melodien der 20. er und 30. er Jahre des letzten Jahrhunderts.
„Ein Leben gegen den Strich“ bietet Einblicke in das Privateben des Frauenliebhabers Tucholsky. Das Publikum erfährt in diesem Programm etwas über den privaten Menschen Kurt Tucholsky , der ein„Frauenversteher“ per excellence und trotz zweifacher Ehe kein Freund fester Bindungen war.
Der Kritiker, Tucholsky der die verschiedenen geschichtlichen Großereignisse seiner Zeit wie den 1. Weltkrieg, die Weimarer Republik oder den herannahenden Nationalsozialismus mit seinen bissigen Beitragen begleitet hat , kommt natürlich auch zu Wort. Tucholsky war der Meinung, dass er mit seiner Schreibmaschine die Katastrophe des Nationalsozialismuses aufhalten könne. Da ihm eine gesellschaftliche Veränderung durch seine Texte und Gedichte nicht gelungen ist, hat ihn tief getroffen und letztlich dazu geführt, dass er eine bittere Konsequenz zog.
Utbüxen kann keeneen – Weglaufen kann keinerFilm von Gisela Tuchtenhagen, Margot Neubert-Maric beim Heimatverein Dorfmark
„Utbüxen kann keeneen – Weglaufen kann keiner“
Nachdem wir 2017 den 2015 erschienenen Film mit Anwesenheit der beiden Filmemacherinnen Gisela Tuchtenhagen, Margot Neubert-Maric zeigen konnten, freuen wir uns, dass beide ihren Film beim Heimatverein Dorfmark noch einmal persönlich vorstellen werden. Im Anschluß gibt es ein Filmgespräch.
Zum Film schreiben die Filmemacherinnen:
In unserem plattdeutschen Dokumentarfilm geht es um Sitten und Gebräuche im Umgang mit dem Tod und den Toten, altes Handwerk, den Wandel in der Trauerkultur, die norddeutsche Landschaft und vor allem um die Menschen, ihr Leben und ihre Sprache.
Sie sind Tischlermeister, Sargtischler, Bestatter, Totengräber, Sargträger, Totenbitterin und Totenfrau. Menschen, für die der Tod Alltag ist, aber doch immer etwas Besonderes bleibt.
Unsere Protagonisten hat der Umgang mit dem Tod in dörflicher und familiärer Gemeinschaft von Kindheit an geprägt. Sie leben in Lunden, Tönning, auf Hallig Hooge und Hallig Langeness, in Nortmoor und in Woosmer, in den drei plattdeutschsprachigen Bundesländen Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenbug-Vorpommen.
Plattdeutsch ist ihre Muttersprache, die in jeder Region etwas anders gesprochen wird, mit der sie ihre Erlebnisse und Gedanken ungehemmt formulieren, präzise, knapp und ungeschminkt beschreiben können.
In unsen plattdütschen Dokomentarstreifen geiht dat um dat Bruukdom in Umgang mit den Dod un de Doden, oolet Handwark, de Wannel in de Truerkultur, de norddütsche Landschop un vör allem um de Minschen, ehr Leven un ehre Sprook. Se sünd Dischermeester, Sargmooker, Insarger, Kuhlengräver, Sargdräger. Dodenbitterin un Dodenfruu. Minschen, för de Dod een Alldag is, over jümmers wat Eenzigordiges blievt. Uns Doorsteller hät de Umgang mit den Dod in dörpliger un famillärer Gemeenschopp vun Kinnertied an prächt. Se leevt in Lunn, Tönn, op Hallig Hooge un Hallig Langeness, in Nortmoor un in Woosmer, in de dree plattdütschsprookigen Bundeslänner: Schleswig-Holsteen, Neddersassen un Meckelnborg-Vörpommern. Plattdütsch is ehr Modersprook, de in jede Landstreek een annere Utsprook hät, mit de se ehr Erlevnisse un ldeen eenfach rutbringt, präzis, kott un unverhüllt beschrieven könt.
Heimatverein und Kulturring freuen sich am Ausgang über eine Spende.
Zu den Filmemacherinnen hier mal ein Link:
https://www.remake-festival.de/events/2025/zuneigung-die-filmemacherin-gisela-tuchtenhagen/
Musikalische Lesung „up Platt“Gudrun Fischer-Santelmann von renommierten hiesigen Musikern begleitet
Musikalische Lesung „up Platt“
Gudrun Fischer-Santelmann ist mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen und spricht auch mit ihren Kindern ausschließlich Platt. Es ist eine Herzensangelegenheit von ihr, die alte Sprache als Kulturgut weiterzugeben und zu erhalten. Seit vielen Jahren schreibt sie auch auf Platt, drei Bücher von ihr sind bislang im Isensee-Verlag erschienen: keine Döntjes, sondern plattdeutsche Kurzgeschichten mit feinem Sprachwitz und Humor, die im „Hier und Jetzt“ angesiedelt sind. Doch auch ernste Themen dürfen nicht fehlen, denn Plattdeutsch ist für die Autorin Alltagssprache.
Bei der Lesung wird sie von den renommierten hiesigen Musikern Peter Hokema (Geige, Mandoline), Martin Rink (Gitarre) und Jörg Wreden (Kontrabass) begleitet. Im Wechsel mit gelesenen Texten wird moderne plattdeutsche Musik zu hören sein.
Dies ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Fambosseler Plattsnacker mit dem Kulturring.
Pariser Flair – eine musikalische Stadtführungmit Marie Giroux & Jenny Schäuffelen
Mesdames et Messieurs, demandez le Programme! Notre visite de Paris va commencer!
Stellen Sie sich vor, Sie wären in Paris. Sie hätten dazu die beste Stadtführung, die man sich vorstellen könnte, nicht nur rein in den Doppeldecker und Stimme vom Band. Sondern musikalisch, kulinarisch und vieles mehr!
Auf so eine ganz und gar besondere Reise lädt Sie sowohl fachmännisch als auch überaus charmant das Duo Pariser Flair ein, die französische Opernsängerin und jahrelange Wahlpariserin Marie Giroux und die norddeutsche Perle der Ostsee, die Pianistin und Akkordeonistin Jenny Schäuffelen. Von Aznavour bis Piaf über Brel und Becaud werden Sie auf dieser Tour die ganz großen Klassiker der französischen Chanson hören und besser kennenlernen aber auch allerlei interessante Tipps über Paris bekommen.
Die Damen sparen keinen Bereich aus. Also werden Sie nicht gefeit sein vor Überraschungen und Unwägbarkeiten:
Sie lernen Paris von allen Seiten kennen, von den neuesten interessantesten Sextoys und Eintrittspreisen in den Etablissements des Rotlichtviertels Pigalle bis zu den exquisiten Gaumenfreuden wie den Himbeermakronen von Ladurée. Kulturelle Empfehlungen geben die zwei eleganten Stadtführerinnen natürlich auch, ohne dass die Gourmets unter Ihnen nicht zugleich auf ihre Kosten kommen und an die Insidertipps in Sachen Gastronomie. Auf Ihrer Tour entlang der Seine und durch die Quartiers werden Sie zuweilen auch selbst gefordert: Mal gilt es, durch und durch erstaunliche Zusammenhänge zu erraten, mal werden Sie zum Tanzen ermuntert. Bei dieser ganz besonderen Führung dürfen Sie sich also nicht wundern, wenn Sie sich plötzlich dabei ertappen, selbst einen berühmten Pariser Tango zu tanzen. Um das Programm abzurunden, bekommen Sie als Gast einen kleine Tourbeschreibung, in der die ganzen Tipps und Adressen zusammengefasst sind, mit denen Sie an diesem außergewöhnlichen Abend so ganz en passant vertraut gemacht worden sind. Und zwar ohne dass Ihnen bei dieser Stadtführung die Füße weh tun. Bei Ihrem nächsten Besuch in Paris können Sie dann alles ausprobieren!
„Also Mesdames et Messieurs einsteigen!
Unsere Tour de Paris wird gleich starten…“
„Feuerzangenbowle“ hat lange GeschichteVortrag von Wolfgang Brandes
Der Roman „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl stammte aus dem Jahr 1933 und wurde bereits ein Jahr später mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle verfilmt. Das Drehbuch hielt sich aber nur wenig an die Vorlage. Zehn Jahre später erwirkte Rühmann eine Neuverfilmung, die heute als fröhlich unbeschwerte Komödie Kultstatus hat. Wolfgang Brandes erläuterte in einem Kulturring-Vortrag die Geschichte und Hintergründe des Films, der für Hitler und Goebbels „politisch-zuverlässige Unterhaltung“ war.
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