Liederabend: „Er ist‘s! Dich hab ich vernommen!“

08.03.2020 17:00 - 17:00

Schon im 13. Jahrhundert sang man in Europa Frühlingslieder. Nicht erstaunlich, denn die Freude darüber, dass die dunkle Jahreszeit vorbei ist, spüren die Menschen auch heute noch. Große Komponisten und Dichter haben das Thema des Frühlingsbeginns immer wieder aufgegriffen und großartige, sehr emotionale Lieder voller Optimismus geschaffen. Die Sopranistin Anke Heusler aus Soltau hat mit ihrer Klavierbegleiterin Hiroko Tsutsui-Fitschen für den Kulturring Fallingbostel unter dem Titel „Er ist‘s! Dich hab ich vernommen!“ eine Stunde mit den schönsten Kompositionen vorbereitet. Am Sonntag, dem 8. April tragen die beiden Musikerinnen ihr buntes Programm ab 17.00 Uhr im Bad Fallingbosteler Ratssaal vor. Die Mehrheit der heute noch populären Frühlingslieder ist im 19. Jahrhundert entstanden. Zur allgemeinen Beliebtheit beigetragen haben vor allem Schöpfungen von Hoffmann von Fallersleben, die, wie der bekannte Titel „Alle Vögel sind schon da“ teilweise Volksliedcharakter bekamen. Eduard Mörikes Gedicht „Er ist`s“, das mit der bekannten Zeile „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“ beginnt, inspirierte Anke Heusler als Motto bei der Auswahl der Stücke. Es wurde von keinem Geringeren als Robert Schumann vertont. Bei den Komponisten reicht die Folge der übrigen Namen von Mozart über Schubert und Mendelssohn-Bartholdy bis zu Grieg und Dvorak. Die Liste der Textdichter enthält die Namen von Goethe, Hoffmann von Fallersleben, Heine, Uhland und Rückert.

Anke Heusler stammt aus Osterode am Harz, wo sie 1981 geboren wurde. Frühzeitig begeisterte sie sich für Musik und begann im Jahr 2000 ein Studium der Schulmusik an der Universität Hildesheim. 2004 folgte ein Studium für Chor- und Orchesterleitung in Würzburg bei Prof. Jörg Straube, das sie 2007 mit Diplom abschloss. 2017 und 2018 belegte sie Meisterkurse für Gesang bei Stefan Adam (damals Staatsoper Hannover), danach bei Miriam Meyer-Waide in Hannover. Sie arbeitet an der GOBS Neuenkirchen und an der Heidekreis-Musikschule, wo sie diverse Chöre leitet und in der Studienvorbereitenden Abteilung (SVA) unterrichtet.

Hiroko Tsutsui-Fitschen wurde 1972 in Yokohama/Japan geboren. 1995 schloss sie in Tokio ihr Klavierstudium an der Musashino-Musikhochschule erfolgreich ab, Es folgte ein Studium der Kirchenmusik in Herford und ein Zusatzstudium im Fach Orgel. Seit 2008 ist Hiroko Tsutsui-Fitschen in der Kirchengemeinde Peter und Paul in Schneverdingen als Kantorin tätig.

Karten für das Konzert sind im Vorverkauf bei der Bad Fallingbosteler Buchhandlung Raufeisen und an der Abendkasse erhältlich.

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  • 10.05.2020 19:00 - 10.05.2020 19:00

    Vier Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters präsentieren zum Beethoven-Jahr 2020 drei Streichquartette des Komponisten im Hof der Heidmark.

    Programm

    Beethoven - Streichquartett c-moll op. 18/4
    Beethoven - Streichquartett C-Dur op. 59/3 „Rasumowsky-Quartett“
    **PAUSE**
    Beethoven - Streichquartett cis-moll op. 131 (Beethovens selbst erklärtes Lieblingsquartett)

    Die Musiker

    Die Mitglieder des Noah Quartetts haben zwar verschiedene kulturelle Hintergründe, aber eine gemeinsame musikalische Wahlheimat: das renommierte NDR Elbphilharmonie Orchester. In diesem weltweit konzertierenden Orchester haben sie sich in der täglichen Arbeit mit großen Dirigenten und berühmten Solisten kennen und schätzen gelernt. Was den Vieren noch gemeinsam ist: sie alle haben bereits im frühen Kindesalter mit dem Spiel ihres Instruments begonnen und später zahlreiche Preise bei Wettbewerben gewonnen. Der Wunsch, sich neben der Orchesterarbeit künstlerisch auch in der anspruchsvollsten und zugleich intimsten Gattung der Kammermusik auszudrücken, führte zur Gründung des Noah Quartetts. Seitdem arbeiten die vier Künstler intensiv und kontinuierlich am Repertoire, die Weiterentwicklung des eigenen Quartettklanges ist ihnen Motivation und Herausforderung zugleich. Schon ein Jahr nach seiner Gründung stehen besondere Highlights im Kalender des Ensembles: Eröffnungskonzert der Hamburger Tschaikowsky-Tage 2017, Auftritt anlässlich der Verleihung des Brahms-Preises 2017 an den großen Dirigenten Herbert Blomstedt, Debüt in der Elbphilharmonie mit dem Auftaktkonzert der neuen Kammermusikreihe des Norddeutschen Rundfunks, dazu zahlreiche Konzerte für anspruchsvolle Kammermusikvereinigungen. - Für die Namensgebung des Noah Quartetts gibt es zwei Inspirationsquellen: Der kleine Sohn des Bratschers trägt diesen Namen und weckt bei den Musikern in zweiter Ebene die Assoziation an den biblischen Mythos von Noahs überlebenswichtiger Arche. Für die vier Mitglieder des Noah Quartetts bedeutet Streichquartett spielen, sich in einen geborgenen Raum zu begeben, quasi eine konzentrierte musikalische Arche, die Musiker wie Publikum über die Reizüberflutungen des modernen Lebens hinweg tragen kann.

    Alexandra Psareva wurde in St. Petersburg geboren. Sie studierte Violine zunächst bei Prof. Sacurin in St. Petersburg und wechselte dann an die Musikhochschule Hamburg zu Prof. Röhn. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem 2. Preis beim Wettbewerb Junge Virtuosen" in St. Petersburg und mit dem 1. Preis beim Elise Meyer-Wettbewerb, Hamburg. Von 1997 bis 1999 spielte sie die 1. Violine im Streichquartett ‚Hamburger Kammerensemble‘. Seit 2001 ist sie in der Gruppe der 1. Violinen Mitglied des NDR Elbphilharmonie Orchesters, seit 2012 bekleidet sie die Position der 2. Konzertmeisterin. Daneben gehörte sie u. a. 2002 dem Orchester der Bayreuther Festspiele an und ist als Konzertmeisterin gern gesehener Gast in zahlreichen namhaften Sinfonieorchestern.

    Michael Stürzinger wurde als Sohn von Musikereltern in Marl geboren. Mit 4 Jahren erhielt er erstmals Klavierunterricht bei der Mutter. Mit 5 Jahren wechselte er dann zur Violine und erhielt seinen ersten Unterricht bei seinem Vater. Mit 9 Jahren gab er seine ersten Solokonzerte, unter anderem mit der Philharmonia Hungarica, mit der er Vivaldis 4 Jahreszeiten spielte und auf Tournee ging. Zahlreiche 1. Preise bei "Jugend musiziert" und Einladungen zur renommierten Kronberg Academy belegen sein frühes Talent. 2008 wurde er als Student in der Klasse von Prof. Mintcho Mintchev an der Folkwang Universität der Künste in Essen aufgenommen. Wichtige Kammermusikerfahrung bekam Michael Stürzinger unter anderem bei Professoren wie Prof. Andrej Bielow und Thomas Carrol, mit denen er zusammen konzertierte, sowie im Unterricht bei Prof. Vladimir Mendelssohn und Prof. Andreas Reiner. In der Spielzeit 2013/2014 war Michael Stürzinger Akademist im NDR Elbpilharmonie Orchester. Seit Mai 2016 spielt er im NDR Elbpilharmonie Orchester in den 2. Violinen.

    Erik Wenbo Xu wurde in China geboren und kam zum Violin-Studium nach Deutschland an die Staatlichen Musikhochschulen Trossingen (bei Prof. Wolfram König) und Stuttgart. Dort schloss er 2006 seine künstlerische Ausbildung auf der Viola bei Prof. Günther Teuffel und im Fach Kammermusik beim Melos Quartett ab. 2009 folgte sein Konzertexamen mit Auszeichnung. Künstlerische Impulse erhielt Erik Wenbo Xu insbesondere durch Eberhard Feltz, Franz Beyer und Wolfram König. Von 2001 bis 2007 war er Gründungsmitglied des Jade Quartetts und erspielte sich mit diesem Streichquartett den 1. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb Frankfurt 2004, außerdem den Iris-Marquart Preis, den 3. Preis beim „5th Japan Osaka International Chamber Music Competition 2005“ und den 1. Preis beim "Internationalen zeitgenössischen Musikwettbewerb für Streichquartett München 2007". Seit 2010 ist Erik Wenbo Xu stellv. Solo-Bratscher beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

    Bettina Barbara Bertsch wurde in Bonn geboren und studierte bei den Professoren Maria Kliegel in Köln, bei William Pleeth in London und David Geringas in Lübeck. Studien über mehrere Jahre beim Amadeus Quartett und bei Prof. Walter Levin vom LaSalle Quartett legten früh einen Grundstein für ihr heutiges Engagement in der Kammermusik. Als 1. Bundespreisträgerin von ‚Jugend musiziert‘ und Stipendiatin der ‚Stiftung Kunst und Kultur/Nordrhein-Westfalen‘ sowie der ‚Studienstiftung des deutschen Volkes‘ wurde die Cellistin zu zahlreichen Rundfunkund TV-Aufnahmen beim NDR und WDR eingeladen. Seit 1995 ist sie Mitglied des NDR Elbphilharmonie Orchesters und hat in dieser Zeit mehrere CDs für das Label MUSICAPHON eingespielt. In den letzten Jahren brachte sie die Kammermusik mit international renommierten Künstlern wie der Geigerin Lisa Batiashvili und dem Pianisten Dejan Lazic zusammen.